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B2B-Branding
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Autor: Thomas Ramseier

Das B2B-Geschäft braucht keine Marke – richtig oder falsch?!

«Branding ist etwas für die Grossen» meinten viele KMU’s noch vor 15 Jahren lautstark. Diese gängige Fehleinschätzung so mancher Unternehmen lässt sich nur darauf zurückführen, dass die Aufgabe und Funktion einer Marke damals schlicht nicht erkannt wurden. Heute haben die meisten Branchen und Firmen das Konzept der Marke und dessen Einfluss auf den Unternehmenserfolg verstanden. Ziel erreicht, könnte man also meinen, wären da nicht die zahlreichen B2B-Anbieter, welche die Marke immer noch als reines B2C-Vehikel verstehen.

Was viele B2B-Anbieter nach wie vor unterschätzen: Wer Kunden hat und gegen Mitbewerber antritt, muss wissen, mit welchen Argumenten er sich von den Konkurrenten unterscheiden kann. Und er muss wissen, wie er sich gegenüber seinen Kunden attraktiv darstellen kann. Denn in der Einkaufsabteilung des B2B-Kunden sitzen keine Roboter, sondern Menschen, die tagtäglich mit tausenden von begehrenswerten Marken in Kontakt kommen.

Aus der modernen Marken- und User-Experience-Forschung weiss man, dass Menschen heute dazu tendieren, im Unterbewusstsein unterschiedlichste Anbieter unterschiedlichster Branchen miteinander zu vergleichen. Die Grenzen zwischen B2B und B2C verschwinden. Die Gründe dafür sind die zunehmende Convenience-Orientierung des Kunden, der einfache Zugang zu Information, die zunehmende Zeitknappheit und die 24/7-Erreichbarkeit: Der Showroom hat immer geöffnet. Klassische B2B-Verkaufsprozesse und -vorteile gehören im digitalen Zeitalter der Vergangenheit an. Das neue Motto lautet B2All! Das Resultat: Hilti wird mit BMW, Implenia mit Sunrise und Lyreco wird mit Tesla verglichen. Schöne neue Welt!

Ist Ihre B2B-Marke bereit für einen solchen Vergleich? Basiert sie auf einem starken Markenversprechen, welches Sie im Wettbewerbsumfeld eindeutig positioniert? Entspricht Ihr Markenerscheinungsbild den hohen ästhetischen Anforderungen Ihres Kunden? Präsentieren Sie sich als verlässlichen und ernst zu nehmenden Player im Markt, oder sieht man Ihnen an, dass Sie es mit der Markenführung nicht so ernst nehmen? Werden Ihre Kunden-Touchpoints wie die Website, der Online-Shop, die Newsletter, der Showroom und vieles anderes den neuen Anforderungen Ihrer Kunden bezüglich Convenience, Erreichbarkeit und Informationstiefe gerecht?

Wenn Sie nur eine dieser Fragen mit Nein beantworten müssen, ist es Zeit, sich mit dem Thema Markenführung intensiver auseinander zu setzen. Denn nur die Marke kann Ihnen helfen, sich im zunehmend härter werdenden Wettbewerbsumfeld und in der Vermischung der B2C- und B2B-Welten relevant und eindeutig abzugrenzen und ihr Image nachhaltig positiv zu beeinflussen.

2018-06-13T14:44:16+00:00